Bürgermeister Klixbüll 1911 - 1945

Bürgermeister von 1911 bis 1945

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*03.09.1860 in Klixbüll   † 19.02.1937 in Klixbüll.

Nis Thomsen

29.04.1911 bis 08.10.1919
Gemeindevorsteher in Klixbüll
Nis Thomsen war Landwirt auf dem Hof in der Hauptstraße 53. Heute wird der Hof von Jan Johannsen, seinem Ururenkel, bewirtschaftet. Die Betriebsgröße war damals ca. 60 ha, einer der größten Höfe im Dorfe.
Nis Thomsen war ein vielseitig aktiver Mann, sowohl als Bauer, als auch als Kommunalpolitiker. Er war der erste, der schwarzbuntes Vieh in Klixbüll einführte. Bisher war hier nur das Shorthornvieh vertreten, eine Rasse, die aus England eingeführt war. Das Shorthorn war eine Fleischrasse, der Körperbau war massig- gedrungen, das Haarkleid war rot-braun, die Milchleistung war nur gering. An der Westküste Schleswig- Holsteins war man auf Rindermast eingestellt, die Marschweiden eigneten sich hervorragend zur Weidemast, das dazu benötigte Magervieh lieferten die Bauern der Geest. Nis Thomsen hatte sich auch in der Pferdezucht einen Namen gemacht. So unterhielt er auf seinem Hof eine Hengststation der Rasse „Schleswiger Pferde“ und war Mitglied in der Körkommision des Kreises Tondern. Seine Aktivität im Dorf war ebenfalls vielseitig. Er warMitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr und von 1891 bis 1907 deren Wehrführer. Den Schleswiger Versicherungsverein vertrat er als Distriktvorsteher für Klixbüll und Umgebung von 1920 bis 1937, Auch war er viele Jahre Deichvogt des Klixbüller Kooges.
Nis Thomsen war Gemeindevorsteher in einer bewegten Zeit. In seine Amtszeit fällt der erste Weltkrieg. 31 Junge Männer aus Klixbüll sind in diesem schrecklichen Kriege gefallen. Die Währung, die Reichsmark, verfiel mehr und mehr, der Gemeindehaushalt verdreifachte sich in den Jahren von 1911 bis 1919 von 12.239,- Mark auf 37.399,- Mark. Der Gemeindevorsteher bekam eine Aufwandsentschädigung von 700,- im Jahr. Der Bierbrauer Jessen, der im Hause in der Hauptstraße 11 wohnte und dort auch seine kleine Brauerei betrieb, fuhr bei Brandeinsätzen die Feuerwehrspritze. Er besaß zwei Schleswiger Pferde, mit denen er das Bier in 10 Liter- Fässern zu den Kunden fuhr. Fasst jeder Haushalt gebrauchte damals Braunbier, das nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Buchweizengrütze genommen wurde.
Wegen der hohen Kriegskosten wurde die Gemeinde verpflichtet, sich an den Kosten mit 60 000,- Reichsmark zu beteiligen. Auch mussten ab und an fette Ochsen für die Fleischreserve abgeliefert werden. Die Bezahlung, 40 Pfenning je Pfund, musste die Gemeinde ebenfalls
übernehmen. Man sieht, es waren, im Vergleich zu heute, schlimme Zeiten.
Im Jahre 1919 wurden die bis dahin selbstständigen Gutsbezirke Klixbüllhof und Karrhardehof aufgelöst und der Gemeinde angegliedert.

Im Jahre 1919 hatte die Gemeindevertretung folgende Mitglieder:
Nis Thomsen, Bgm. Richard Petersen, Peter Emil Jacobsen, Hans Andresen, Asmus Schmidt, Heinrich Clausen, Bosbüll, Andreas Jürgensen, Bosbüll, Ludwig Jacobsen, Buttersbüll, Carsten Carstensen, Jacob Jacobsen, Peter Edlef Carstensen.

geb. 13.08.1872 in Ritsch (Altes Land)  † Gest. 07.12.1937 in Klixbüll.

Friedrich Müller

05.11.1919, bis 17.05.1924
Gemeindevorsteher in Klixbüll
Friedrich Müller war von Beruf Kaufmann. Er wurde geboren in dem Ort Ritsch, im alten Land bei Hamburg. Im Jahre 1902 kam er nach Klixbüll und machte ein Geschäft für Gemischtwaren auf, und zwar in der Hauptstraße 1, im ehemaligen Geschäft von Christian Brodersen. 1906 erwarb er den Kaufmannsladen in der Hauptstraße 9, dem Geschäft seines Enkels Fred Müller. Hier war er Kaufmann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1935.Neben dem Geschäft betrieb er eine Filiale der Tonderer Kreissparkasse. Diese Bankfiliale hat sich in dem Hause gehalten bis zum Jahre 1989, zuletzt betrieben von seinem Enkel, Fred Müller, als Filiale der Sparkasse Nordfriesland. Viele Jahre betrieb er dort auch eine Tankstelle mit einer Zapfsäule.
In seiner Amtszeit war die sog. „Krügerstraße“ das Zentrum des Geschäftslebens des Dorfes. Hier gab es auf engstem Raum folgendes Gewerbe: Zwei Wirtshäuser, zwei Gemischtwarenhändler, zwei Schmieden, einen Bäcker, Sattler, Schuster, Schneider, Frisör, Maler, Kohlenhändler, Bierbrauer, Hausschlachter, Stellmacher, Hebamme und eine Poststelle mit Telefon.

In seine Amtszeit fällt auch die Abtretung Nordschleswigs an Dänemark. Damit war das Dorf von einem Tag auf den Anderen abgeschnitten von der Kreisstadt Tondern, welches auch das Einkaufszentrum der Gegend war. Tondern war eine Stadt mit ca. 5000 Einwohnern. Niebüll und Leck dagegen waren größere Dörfer, in denen es weder weiter führende Schulen noch ein Krankenhaus gab. Erst nach 1920 entstanden in Niebüll das Gymnasium und das Krankenhaus. Niebüll wurde Kreisstadt und neues Zentrum. Es gab in Niebüll aber schon vor 1920 eine höhere Schule, vergleichbar mit der heutigen Realschule, sie hieß „Wilhelmschule“.
Diese Schule hatte der Klixbüller Philosoph, Broder Christiansen, besucht.
Die Inflation rollte auch über Klixbüll hinweg. Der Gemeindehaushalt betrug beim Amtsantritt von Friedrich Müller 22714,- Reichsmark, bei seinem Ausscheiden aus dem Amt, 1924, betrug er bereits über 3 Millionen. Die Gemeinde war ständig in Geldnot, sie konnte die Steuern nicht so schnell erheben wie es gebraucht wurden. Mehrmals im Jahre 1923 wurden Notumlagen erhoben, ein Haushalt wurde erst garnicht aufgestellt. Die letzte Umlage in 1923 erbrachte 30 Millionen Mark, das Geld war wertlos geworden, nur Ware zählte. Es wurde mit Lebensmitteln und Gebrauchsgütern getauscht. Zum Beispiel bekam man für einen Schweineschinken einen Anzug, dieses ist meinem Vater passiert. Dennoch wurde in Klixbüll eine epochemachende Einrichtung eingeführt, der elektrische Strom. 1922 feierten die Klixbüller ein großes Lichtfest.
Es war eine Errungenschaft, die das Leben am nachhaltigsten verändert hat. Die Außenbezirke Kathal und Flühe waren zunächst nicht angeschlossen, hier wurde der elektrische Strom erst nach dem Kriege verlegt.

Die Gemeindevertretung bestand von 1919 bis 1924 aus 13 Personen, es waren:
Friedrich Müller, Gemeindevorsteher, Richard J. Petersen, Stellv. Gemeindevorsteher, Wilhelm Jacobsen
und Detlef Jessen, beide Bosbüll, Theodor Burgwald, Hans Carstensen, Heinrich Clausen, Ludwig Jacobsen, Jacob Petersen und Sönke Matthiesen, beide Bosbüll, Peter Rothmann, Hans Andresen und Heinrich Ingwersen.

*09.11.1869 in Schnatebüll   † 1944 in Klixbüll

Peter Emil Jacobsen

17.05.1924 bis 1934
Gemeindevorsteher in Klixbüll
Peter Emil Jacobsen war Landwirt auf dem Hof in der Hauptstraße 39, der heute von seinem Urenkel Jörn-Peter Jacobsen bewirtschaftet wird. Der Hof liegt ca. 100 Meter nördlich von der Hauptstraße. Vor 1865 lag er mit in der langen Reihe der Bauernhöfe unmittelbar an der Straße. Dort ist er durch einen Blitzeinschlag abgebrannt.
Peter E. Jacobsen kam aus Schnatebüll bei Leck. Er hatte den Hof 1895 käuflich erworben, und zwar von der Frau des heimlich nach Amerika entwichenen ehemaligen Gemeindevorstehers, Christian Sibbers. Die Größe des Hofes betrug damals ca. 40 ha, überwiegend Geestland. Jacobsen betrieb, wie die meisten Geestbauern damals, die Aufzucht von Magervieh für die Grasung in der Marsch. Die Viehmärkte in Leck und Tondern waren die Verkaufsplätze im Frühjahr und Herbst. Auf dem Lecker Markt wurden im Frühjahr bis zu 6000,- Stück Vieh umgesetzt. Neben dem Handel mit Rindern spielte auch die Pferdezucht eine bedeutende Rolle. Auch Peter E. Jacobsen züchtete das Schleswiger Kaltblutpferd.

Im Juli 1931 gab es ein fürchterliches Unwetter. Es regnete 3 Tage und Nächte ununterbrochen, sodaß die Klixbüller Marsch einen halben Meter unter Wasser stand. Die Heuernte wurde zum größten Teil vernichtet.
Die Amtszeit von Jacobsen war gekennzeichnet von schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen. Trotz des neuen Geldes nach der Inflation, der Rentenmark, kümmerte die Wirtschaft dahin. Nun gab es statt Inflation eine Deflation. Das Geld war knapp, die Zinsen hoch. Es wurden 20 bis 30 % Zinsen verlangt, sodass die Investitionstätigkeit völlig zum Erliegen kam. Die Arbeitslosenzahlen stiegen allmählich immer höher, am Ende seiner Amtszeit, 1934, waren 6 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Die Regierungen wechselten ständig, da keine Einigung unter den vielen Parteien, die im Reichstag saßen, zustande kam. Da die vielen Arbeitslosen nur wenig Unterstützung bekamen, musste die Gemeinde helfen. Der Gemeindevorsteher war gefordert, er musste die Hilfen organisieren. Der Haushalt der Gemeinde war wieder von einigen Milliarden Reichsmark, auf 23 900,- Rentenmark geschrumpft. Die Gemeinde hatte seit 1895 einen eigenen Steuereinnehmer beschäftigt, der letzte war Christian Dinsen. Ab dem Jahre 1928 wurden auch die Schul- Wege- und Armenverbände aufgelöst und dem Gemeindehaushalt angegliedert. Bis dahin hatte jeder Verband seinen eigenen Haushalt aufgestellt.

Folgende 13 Personen bildeten 1924 die Gemeindevertretung:
Peter E. Jacobsen, Thomas Thomsen, Rückenstadt,
Johann Jürgensen, Peter Edlef Carstensen, Ludwig
Jacobsen, Buttersbüll, Richard Petersen, Lorenz Hansen,
Kathal, Hans Carstensen, Sönke Matthiesen und Heinrich
Clausen, beide Bosbüll, Wilhelm Jacobsen, Theodor
Burgwald und Jacob Petersen.

*29.12.1904 in Klixbüll    † 06.03.1966 in Klixbüll.

Johann Nissen

1934 bis 1936
Bürgermeister in Klixbüll
Protokolle mit genauen Daten liegen uns nicht vor. Entweder gab es keine Protokolle, oder sie sind vernichtet worden. In der Zeit des Nationalsozialismus, von 1933 bis 1945, gab es auch keine Gemeindewahlen, also auch keine Gemeindevertretungen. Der Bürgermeister wurde von der Kreisleitung der NSDAP bestimmt. Dieser ernannte einige Bürger der Gemeinde, die Parteigenossen waren, als Beiräte. Jedoch wurde alles wesentliche, was in der Gemeinde passierte, vom Bürgermeister alleine, nach Absegnung durch die Kreisleitung, bestimmt.

Johann Nissen wurde also schon im Alter von 30 Jahren zum Bürgermeister bestimmt. Er war von Beruf Landwirt. Sein Hof, der nur 9 ha Land umfasste, lag an der Bosbüller Str. 15. Der Viehbestand umfasste 5 Kühe und 15 Stück Jungvieh. Da er vom Ertrag des Hofes nicht leben konnte, betrieb er nebenher einen Vieh- und Pferdehandel. Er hatte weitläufige Handelsbeziehungen, die bis nach Dänemark im Norden und Ostfriesland im Süden reichten. Aus Oldenburg holte er die bekannten Oldenburger Pferde, eine mittelschwere Rasse, als Einjährige, sogenannte Plaggen, nach Klixbüll. Die Pferde kamen mit der Eisenbahn nach Niebüll. Dort suchten sich die Bauern , die ein Pferd bei ihm bestellt hatten, eines aus. Es entstand ein schwungvoller Handel mit den „Oldenburgern“, der aus Gründen, die ich nicht kenne, nicht lange anhielt. In den 50 ziger Jahren hatte Johann Nissen auch das Milchfahren übernommen. Er fuhr, mit dem pferdebespannten Milchwagen, die Milch der Bosbüller Bauern zur Meierei in Klixbüll. Das war eine beschwerliche Arbeit. Die 20- Liter- Kannen musste er mittels eines Stieles, an dem ein Hacken angebracht war. Besonders im Winter, wenn Schnee lag, war es beschwerlich. Er hatte bis zu 80 Kannen auf seinem Wagen in Bosbüll eingesammelt.
Anfang der 60-ziger Jahre löste der Trecker das Pferdegespann ab. Johann Nissen hatte auch im zweiten Weltkrieg gedient. Als Schwerverwundeter kehrte er Ende des Krieges heim, er hatte alle Finger der linken Hand verloren. Dennoch pachtete er den Hof von Peter Hansen, Gasthafen, hinzu. Dieser ist 1954 mit seiner Familie nach den USA ausgewandert. Heute sind beide Höfe schon lange nicht mehr in Bewirtschaftung. Als Johann Nissen zum Bürgermeister berufen wurde, war die Amtsbezeichnung Dorfschulze. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde aus dem Gemeindevorsteher der Dorfschulze. Diese Bezeichnung ist hergeleitet aus dem früheren Schultheiß, der war im Mittelalter der Vollziehungsbeamte des Richters.

Am 01. April 1935 trat jedoch eine neue Reichsgemeindeordnung in Kraft, die Bezeichnung Dorfschulze wurde durch die Bezeichnung Bürgermeister ersetzt. Seither gibt es den Bürgermeister. Die Hauptaufgabe des Bürgermeisters war in dieser Zeit die Durchführung der zentralistischenVersorgungsformalitäten. Es gab alles zum täglichen Leben oder Gebrauch auf Karten oder Marken. Dabei waren die Lebensmittelmarken die Hauptsache. Es gab aber auch Kleidermarken, Rauchermarken, usw. Alles lief über den Schreibtisch des Bürgermeisters. Auch alle
Preise wurden festgesetzt, für den Erzeuger wie für den Verbraucher. Der Bürgermeister war damit ganztägig beschäftigt und als ehrenamtlicher sicherlich
überfordert.
Im Jahre 1936 gab Johann Nissen das Amt zurück aus Gründen, die mir nicht bekannt sind.

*16.05.1893 in Klixbüll    † 06.12.1974 in Klixbüll.

Christian Andresen

1936 bis 1945
Bürgermeister in Klixbüll
Christian Andresen war Bauer auf seinem Hof in der Hauptstraße 25. Heute bewirtschaftet sein Enkel, Peter Andresen den Hof. Zu Christian Andresens Zeit hatte der Hof eine Größe von ca. 45 ha. Sehr früh schon stellte er seine Rindviehzucht von den damals üblichen Shorthorns auf rotbunte Schleswig- Holsteiner um. Im Dorf gründete man bald einen Bullenhaltungsverein für diese Rasse und stationierte den Bullen auf dem Hof Andresen.
Seine Amtszeit fällt in die für Deutschland düstere Zeit des NS- Staates. In dieser Zeit war das Bürgermeisteramt besonders schwer, nicht nur von der Arbeit her gesehen. Jetzt war Zivilcourage und Standhaftigkeit gefragt, denn die Anordnungen der NS- Regierung reichten bis in die gute dörfliche Gemeinschaft hinein. Christian Andresen hat oft kraft seines Amtes unter Inkaufnahme persönlicher Risiken schlimme Entwicklungen verhindert.

Die Gemeinde jedenfalls hat diese Zeit, auch Dank seiner Amtsführung, gut überstanden. Mit Beginn des Krieges, 1939, wurden die staatlichen Reglementierungen immer schärfer. Es wurden nicht nur die Preise für alle Verbrauchs- und Gebrauchsgüter festgesetzt, sondern auch die Menge, die jeder verbrauchen durfte. So wurden die Preise für Ochsen in drei Kategorien festgesetzt, es gab A-Ochsen, B- und C-Ochsen. Auch wurde alles rationiert. Dies bedeutete für den Bürgermeister noch mehr Verwaltungsarbeit, auch wenn die Kreisleitung zum Teil half. Ebenso wurden die Kontrollen verschärft. Der Dorfpolizist kam auf die Bauernhöfe und zählte die Tiere, damit der Bauer ja keines schwarz schlachtete. Der Milchkontrolleur kam zur Melkzeit, um die Milchmenge zu messen. In seine Amtszeit fällt auch der zweite Weltkrieg, der viel Leid und Elend über unser Dorf gebracht hat.

46 junge Männer sind in diesem Krieg gefallen. Sie ruhen auf den Schlachtfeldern von Ost und West, von Süd und Nord. Ihre Gräber kennen wir nicht, nur ihre Namen sind uns geblieben. Sie sind in Stein gemeißelt auf unserem Ehrengedenkstein bei unserer Kirche.
Christian Andresen setzte sich neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit auch für die Feuerwehr und seinen bäuerlichen Berufsstand ein. So war er von 1940 bis 1945 stellv. Kreiswehrführer, sowie von 1934 bis 1945 Bezirksbauernvorsteher.
Einzelheiten über die Entwicklung in der Gemeinde liegen uns nicht vor, da keine Protokolle auffindbar sind. Wir wissen jedoch, dass die Schulkinder zum Unterricht
Briketts mitbringen mussten, damit der Lehrer die Klassenräume heizen konnte. Ebenso ist bekannt, dass die Schule zeitweilig als Unterkunft für Bauarbeiter diente, als der Flugplatz in Leck und die Flakstellungen in Kathal gebaut wurden. Der Unterricht für die Schüler fand dann in den Kellerräumen der Schule notdürftig statt.
Die letzten Kriegsjahre, als die Verknappung, vor allem der Lebensmittel, immer schlimmer wurde und das Dorf zunehmend Bombenflüchtlinge aus den Großstädten aufnehmen musste, waren wohl die schwersten in der Geschichte unserer Gemeinde. Die Menschen mussten
mit Lebensumständen fertig werden, die man sich heute nur schwer vorstellen kann.

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